RKI
Das Robert-Koch-Institut (RKI) veröffentlicht dazu praktisch täglich Analysen und Einschätzungen.
Es werden dabei auch mögliche Defizite der Gesundheitsversorgung und des Krisenmanagements in Deutschland genannt. Gelesen habe ich z.B.:
- Zur Zeit läuft auch die "normale Grippewelle", die das Gesundheitssystem bereits belastet. Es ist deshalb nützlich, wenn man die beginnende Epidemie zumindest verlangsamen kann.
- Die Epidemie kann evtl. die Krankenhauskapazitäten überschreiten, vor allem bei Intensivstationen. Dann müssen andere Behandlungen eingeschränkt werden, z.B. werden "planbare Operationen" verschoben.
- Die Hausarztpraxen können evtl. überlastet werden, und sind auch ein möglicher Ansteckungsort. Wer regelmäßig verschreibungspflichtige Medikamente braucht, sollte sich jetzt einen Vorrat holen.
- Schutzmasken und Schutzkleidung für medizinisches Personal können knapp werden, deshalb ist das Personal zur ökonomischen Verwendung aufgefordert.
- Eine Abriegelung größerer Städte oder Regionen in Deutschland wird als schwierig bis unmöglich eingeschätzt, so dass die Möglichkeiten zur Eindämmung großflächiger Ausbrüche gering sind.
- Da die Symptome sehr stark anderen Krankheiten ähneln, wird es wahrscheinlich Fälle geben die zu spät erkannt werden.
- Es gibt bisher keine spezifische Therapie und keine Impfung, das gilt für Deutschland genauso wie für alle Länder.
Do. 27 Feb 2020 - 18:49
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Antwort auf Ist Deutschland gut vorbereitet? von Gast (nicht überprüft)