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Neuen Kommentar zu Sollten Polizei & Medien, Nationalität von Verdächtigen/Verbrecher nennen? Vor allem wenn es um Migranten geht..? hinzufügen

Gast (nicht überprüft)

Wir konnten in Deutschland in der jüngeren Vergangenheit verschiedene Varianten sehen, und es gab Probleme mit allen Varianten:

  1. Keine Angaben zu Staatsbürgerschaft und Ethnie der Täter:
    Wilde Spekulationen in sozialen Medien. Falls ein Migrationshintergrund der Täter bekannt wird (z.B. durch Augenzeugen, Verhaftungen, Indiskretionen), wirkt es unehrlich und hilft der Propaganda rassistischer Kräfte.
  2. Angaben zur Staatsbürgerschaft und (teilweise) zum Geburtsort, aber nicht zur Ethnie:
    Wenn ein "in Deutschland geborener Deutscher" in Wahrheit einen Migrationshintergrund hat, passiert das Gleiche wie bei Punkt 1.
  3. Zusätzliche Angabe des Vornamens (der Nachname wird meist abgekürzt):
    Manche Vornamen lassen die Ethnie erkennen, andere nicht. Deshalb wirkt hier der Zufall, was dem Problem sicher nicht gerecht wird.
  4. Vollständige Angaben einschließlich ethnischer Zugehörigkeit und Migrationshintergrund:
    Die subjektive Sichtbarkeit von Tätern, die zu Minderheiten gehören, wird stark erhöht, so dass der kriminelle Anteil solcher Gruppen höher erscheint als er ist.
  5. Informationen über die Täter werden absichtlich zurückgehalten oder verfälscht:
    Das kann manchmal Ermittlungstaktik sein, denn die veröffentlichten Infos erreichen ja auch die Täter, nach denen die Polizei sucht. Aber natürlich wird es überwiegend als "Lüge" ausgelegt.

Generell würde ich trotz allem die "ehrliche" Variante bevorzugen. Aber das beantwortet nicht alle Fragen. Nehmen wir zum Beispiel an, ein Täter mit dem Namen Paul Meyer ist in einer deutschen Familie mit deutschen Adoptiveltern aufgewachsen, sieht aber nicht wie ein Deutscher aus. Soll man jetzt tatsächlich schreiben, dass er dunkelhäutig ist und dass er als Säugling aus einem ausländischen Waisenhaus adoptiert wurde?

Zur Nennung der Nationalität habe ich noch folgende Geschichte: Nach seiner Verhaftung wurde mitgeteilt, dass der "Berliner U-Bahn-Treter" aus Bulgarien stammt. Eine entfernte Verwandte von mir, die selbst in Bulgarien geboren ist, sagte dazu: "Das ist kein Bulgare, das ist ein Zigeuner."

Fr. 13 Dez 2019 - 17:11 Link
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