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Die richtige Anwendung von Möchten und Wollen

Gespeichert von Gast (nicht überprüft) am Mo., 14. Oktober 2013 - 20:59

Synonyme sind sie bestimmt nicht. Aber die unsichtbare Linie zwischen Möchten und Wollen ist nicht einfach zu erkennen. Natürlich gemeint sind die Menschen, die Deutsch als Zweitsprache lernen. Vielleicht ein paar Beispiele können helfen:

Wir möchten Gutes für das Land tun. Wir wollen Gutes für das Land tun klingt schwach.

Wir möchten volle Schulen und leere Gefängnisse haben. Die Betonung ist stärker mit Möchten.

Wir wollten schon gehen. Möchten passt hier nicht.

Was wollen Sie von mir? Was möchten Sie von mir? Hier gibt es keine grosse Unterschied.

Möchten ist in vielen Fällen konkreter und stärker als Wollen.

Es ist, wie queen schreibt. Wollen ist stärker als möchten.
Möchten drückt einen Wunsch aus, der oft nicht einmal genauer definiert ist.
Oft möchte der Mensch etwas tun. Er weiß aber, dass es nicht geht.
Möchten ist höflicher als wollen.

Wollen drückt einen Wunsch aus, der sehr konkret ist. Die Mensch treibt meistens einen großen Aufwand, um sich diesen Wunsch zu erfüllen. Oft wird damit ein Recht oder eine Vorschrift durchgesetzt.

Noch stärker ist werden. Dabei geht es nicht nur um einen Wunsch. Es ist die Erklärung einer Absicht.

Beispiele:
Wir möchten Gutes tun. Wir wissen aber nicht wie. Oft hindert uns irgendetwas daran.
Wir wollen Gutes tun. Eine dafür nötige Handlung ist oft schon begonnen.
Wir werden Gutes tun. Die konkrete Absichtserklärung einer Hilfsorganisation.

Was wollen Sie von mir? Wenig höflich, gegenüber einem Menschen, der ein Recht hat, etwas zu verlangen.
Was möchten Sie von mir? Höflich, meistens gegenüber einem Menschen, kein Recht hat, etwas zu verlangen.

Das Kind möchte ein Eis essen. Das Kind freut sich, wenn es ein Eis bekommt. Oft weiß es, dass es kein Eis gibt.
Das Kind will nicht in das Bett gehen. Jetzt muss die Mutter kämpfen, damit das Kind in das Bett geht.

Lehrer in der Schule: Ich will, dass ihr pünktlich seid. Der Lehrer erinnert daran, das die Schüler pünktlich sein müssen.

Ein höflicher Chef möchte etwas von seinem Untergebenen. Der Untergebene weiß, dass der Chef etwas von ihm will.
Der Arbeiter will Geld für seine Arbeit haben. Er hat das Recht auf Geld.

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