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Sich an die deutsche Alltag anzupassen ist gar nicht so leicht für die Ausländer

Gespeichert von Gast (nicht überprüft) am So., 29. Dezember 2013 - 16:59

Für die Menschen in Deutschland sind vieles selbstverständlich. Termine, Selbständigkeit, Allgemeinwissen über deutschen Alltag, Verträge, Beratung, kostenlose oder günstige Unterstützung usw. Aber für viele Migranten sind sie reine Horror.

Terminkultur gibt es nur in wenigen Ländern ähnlich wie in Deutschland. Man sagt 14 Uhr und man kommt um 16:30, und trotzdem ist jeder glücklich. Weil man sowieso irgendeine Zeit zwischen 14 und 18 erwartet hat. Man ist nicht unter Druck, schlimmsten Fall kann man nächsten Tag nachholen ohne bedeutende Verluste.

Mit der Selbständigkeit läuft auch anders. Man hat Bekannte oder Verwandte, welche sich mit der Thema gut auskennen und sie helfen gerne. Das fällt auch aus in Deutschland.

Es fehlt sowieso Allgemeinwissen über Verläufe. Deswegen macht man vieles nicht richtig, es dauert länger und kostet viel mehr am Ende.

Viele Migranten, die relativ gut Deutsch sprechen können, sind trotzdem nicht in der Lage die Verträge zu lesen und richtig zu verstehen. Einen Anwalt kann man sich auch nicht immer leisten. Viele können nicht mal eine Mahnung widersprechen, auch wenn sie sie irrtümlich bekommen. Sie zahlen einfach um weitere Ärger zu vermeiden.

Beratung-Unterstützung sind auch fremde Wörter für vielen. Viele kommen aus Ländern wo keine offizielle kostenlose oder kostengünstige Beratung gibt. Deswegen Beratung bedeutet für Viele riskante, teure Abzocke.

Man redet öfter von erfolgreichen künftigen Integration. Aber werden alle Hindernisse wahrgenommen und berücksichtigt?

Jede Stadtverwaltung , Bürgerbüro, Auslaenderbehoerden, Integratinsstellen und Integrationsbeauftragte helfen weiter. Auch die AWO und viele andere soziale Einrichtungen betreiben solche Hilfsangebote.
als Ureinwohner kann ich beinahe neidisch werden über die vielen Hilfsangebote.
Auch Selbsthilfeorganisationen gibt es zu hauf, und die werden auch vom Staat gefördert. Manche sogar vom türkischen Staat:-) .
Aber HINGEHEN oder NACHFRAGEN muss man schon selbst, wenn einem nicht das Jobcenter nachgelaufen kommt.

W.Beumer

Die deutsche Bürokratie ist sogar für Einheimische kaum zu durchschauen. Da müsste sicher Einiges vereinfacht werden.

Zur Terminkultur gibt es aber eine einfache Faustregel: Fünf Minuten vor der vereinbarten Zeit da sein, wenn man es mit Spießern zu tun hat, bei allen anderen reicht es, wenn man pünktlich zur vereinbarten Zeit da ist.

 
 
 

Gespeichert von Gast (nicht überprüft) am So., 04. Januar 2015 - 21:26

Ach, was hat das mit Spießertum zu tun? Wer "pünktlich" kommt, zieht erst mal sein Mäntelchen aus, stellt sein Täschchen irgendwo hin, fragt erst mal nach der Toilette usw. Es ist keine Frage von Spießertum, sondern von Höflichkeit und/oder Respekt, und wer fünf Minuten vorher DA ist, kann sicher sein, pünktlich DA zu sein und nicht "nurn paar Minuten zu spät, eh, war de Kerl sauer, weiß gaanich warum.....soll sich doch nich so wichtich machen, der A....".
Und was die "Bürokratie" betrifft: Die SUMME aller Regelungen, die dafür sorgt, dass dieses Land dichtbevolkerte Land (noch) keine Totschlagsrepublik ist, dass der Versuch von sozialem Ausgleich und öffentlicher Sicherheit unternommen wird, ist schon recht komplex, und manches muss man schon zwei-dreimal lesen, und LEIDER ist diese Kunst wegen Überlastung des Schulsystems seit vielen Jahren rückläufig, leider, und auch unter den "Ureinwohnern" gibt es sowas wie Texterkenntnis- und Textverständnisschwierigkeiten wegen Bildungsferne. Nicht bei ALLEN ist das Legasthenie.
Also Sätze, die aus mehr als drei Wörtern und ggf. auch noch aus ein oder zwei Nebensätzen bestehen, die sollte man schon lesen und verstehen können, so als Mindestanforderung. Ja, ist nicht leicht, aber bei gutem Willen zu schaffen, auch ohne dritten Deutschkurs. Meld dich mal wieder..
Liebe Grüße
Walter Beumer
beumer.w@ho...

 
 
 

Gespeichert von Gast (nicht überprüft) am Di., 06. Januar 2015 - 00:48

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