465 Seiten mit 538 Fußnoten: Mit seinem Buch hat Thilo Sarrazin eine Debatte ausgelöst, die das Land mit sich reißt. Seine Thesen hat er mit allerhand Zahlen belegt. Doch eindeutig sind seine Interpretationen nicht.
Geburtenrate
„Demografisch stellt die enorme Fruchtbarkeit der muslimischen Migranten eine Bedrohung für das kulturelle und zivilisatorische Gleichgewicht im alternden Europa dar.“
Sarrazin verweist darauf, dass bei Menschen türkischer Herkunft die Geburtenrate bei 2,1 Kindern pro Frau liegt, Tendenz steigend. Deutsche Frauen bekommen im Moment im Schnitt nur 1,3 Kinder. Bleiben diese Quoten so, würden Staat und Gesellschaft im Laufe weniger Generationen von Muslimen „übernommen“. Laut Sarrazin würden im Jahr 2100 35 Millionen Muslime in Deutschland leben.
Zwar kommt man auf diese Zahlen, wenn man mit den aktuellen Quoten weiterrechnet. Sarrazin selbst gibt in seinem Buch allerdings zu, dass es sich um eine Modellrechnung und nicht um eine Prognose handelt. Auch er ist der Meinung, dass es keine wissenschaftlich zuverlässige Methode gibt, Geburtenrate und Zuwanderung über mehrere Jahrzehnte verlässlich vorherzusagen. Doch wie realistisch ist diese „Modellrechnung“?
Fakt ist, dass momentan jeder fünfte Einwohner Deutschlands einen Migrationshintergrund hat. Gleichzeitig bekommen diese 20 Prozent ein Drittel der in Deutschland geborenen Kinder. Das geht aus einer Studie der Beratungsgesellschaft Boston Consulting Group hervor.
Dieser Trend könnte sich in Zukunft abschwächen. Eine Studie des Sozio-oekonomischen Panels des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung hat gezeigt, dass sich die Geburtenrate der Migranten langsam anpasst. Je länger sie in Deutschland leben, desto mehr nähert sich die Geburtenrate der Deutschen an.
Hinzu kommt, dass Sarrazin bei den Zuwanderern mit einer Geburtenrate von 2,0 rechnet. Realistisch sind laut dem Bevölkerungswissenschaftler Herwig Birg nur 1,6 Kinder pro Frau. Diese Zahl liegt nicht mehr weit entfernt von den 1,3 Kindern, die eine deutsche Frau im Schnitt zur Welt bringt. Deswegen müsse man sich vor einer mehr Zuwanderern in Deutschland nicht fürchten, meint Birg. Selbst wenn die Geburtenrate der Migranten höher bliebe, wird der Anteil von Ausländern in Deutschland ab dem Jahr 2040 sogar schrumpfen. Das liegt laut Birg auch daran, dass jedes Jahr mehrere Hunderttausend Ausländer eingebürgert werden. Hinzu kommt, dass es schon in den vergangenen zwei Jahren mehr Abwanderungen aus Deutschland als Zuwanderungen gab. Ein noch deutlicheres Bild zeigt sich, wenn man türkische Aus- und Zuwanderer betrachtet. In den vergangenen drei Jahren verließen mehr Türken Deutschland als neue ins Land kamen.
Quelle:
http://www.focus.de/politik/deutschland/tid-19690/buch-debatte-sarrazin…
Kurden, Italiener, Grieche,…
Das was wirklich zum Teil…
Das was wirklich zum Teil wahr ist, ist dass Deutschland sich abschafft.
Das liegt aber nicht an den Einwanderern sondern eher an der Politik/dem System/der Gesellschaft. Wahrscheinlich schon seit der KohlAera hat sich das Stueck fuer Stueck so entwickelt.
Die Entwickelung im Volk ist dadurch gepraegt und die Meinungen und haltungen in Deutschland sind halt gespalten.
Ein grosser Teil innerhalb Deutschlands will es nicht wahrhaben das Deutschland ein Einwandererungsland war und ist, Einwanderer auch viel positives getan haben und dazu gegen ein Multi kulturelles miteinander sind.
Assimilierung wird nicht funktionieren, dem war sich aber schon Kohl damals schon bewusst, der ja selber kein Multikultiverfechter gewesen ist glaube ich.
Die gesamte EU schafft sich…
Die gesamte EU schafft sich zum Teil ab und ist Einwanderungsziel von vielen geworden, nicht nur Deutschland.
Traurig, wie ''wertloser'' wir Ausländer - insbesondere Türken - werden ...
Das wir es waren, die in den Sechzigern die Industrie angekurbelt haben, wird vergessen ...