"Kein geeignetes Mittel"
Der Rat für deutsche Rechtschreibung und die Gesellschaft für deutsche Sprache, zwei regierungsnahe Organisationen, haben sich gegen die Genderung mittels besonderer Zeichen im Wortinneren ausgesprochen. Sie befürworten zwar die geschlechtergerechte Sprache, raten aber von Gender-Sternchen (Lehrer*innen), Gender-Gap (Lehrer_innen), Gender-Doppelpunkt (Lehrer:innen), Mediopunkt (Lehrer·innen), Binnen-I (LehrerInnen) und dergleichen Konstruktionen ausdrücklich ab.
Als Gründe werden unter anderem genannt:
- Die Verständlichkeit von Texten wird gestört.
- Die Erlernbarkeit der Sprache wird erschwert.
- Die Einheitlichkeit der Rechschreibung geht verloren.
- Das maschinelle Vorlesen und das maschinelle Übersetzen werden erschwert.
- Die Konzentration auf die wesentlichen Informationen von Texten wird gestört.
Eine endgültige Lösung haben diese Organisationen bisher auch nicht. Zur Zeit betrachten sie Doppelnennungen (Lehrerinnen und Lehrer, Lehrerinnen/Lehrer) und neutralisierende Ersatzbegriffe (Lehrende, Lehrkräfte) als die am ehesten geeigneten Mittel.