Langer Entwicklungsweg
Das heutige Umweltbewusstsein ist das Ergebnis einer langsamen Entwicklung, die schon vor ungefähr fünf Jahrzehnten begonnen hatte. Viele Migranten haben wahrscheinlich keine Beziehung zu dieser Vorgeschichte, weil sie (bzw. ihre Eltern) entweder in einem eigenen kulturellen Umfeld lebten oder noch gar nicht hier waren.
In Deutschland und einigen anderen Industrieländern waren damals manche Umweltzerstörungen immer deutlicher sichtbar geworden. Das lag sicher an der hohen Industrie- und Bevölkerungsdichte.
Die wichtigsten Punkte waren damals andere als heute:
- große Mengen Schwefeldioxid in der Luft (wegen Verbrennung von Kohle und Öl), wodurch erkennbare Schäden an Wäldern und Bauwerken entstanden
- Verschmutzung von Flüssen durch Chemikalien, deshalb Rückgang von Fischen, und auch Badeverbote
- ansteigende Mengen von Haus- und Industriemüll, dessen Deponierung immer schwieriger und teurer wurde
In dieser Situation wurde die anfängliche kleine Umweltbewegung zu einer starken politischen Kraft, die sowohl das staatliche Handeln als auch das öffentliche Denken beeinflussen konnte.
Die genannten Punkte haben sich seitdem tatsächlich verbessert, es ist also ein positives Ergebnis zu sehen. So ist allmählich eine Kultur (vielleicht auch ein Kult) des Umweltdenkens entstanden.