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Friedrich Wilhelm Nietzsche (15.09.1844 Röcken bei Lützen - 25.08.1900 Weimar) Philosoph, Dichter und Philologe

Gespeichert von Gast (nicht überprüft) am So, 12. Oktober 2008 - 03:33

Friedrich Wilhelm Nietzsche (* 15. Oktober 1844 in Röcken bei Lützen; † 25. August 1900 in Weimar) war ein deutscher Philosoph, Dichter und klassischer Philologe.

Im Alter von 24 Jahren wurde Nietzsche Professor für klassische Philologie in Basel. Bereits zehn Jahre später legte er wegen Krankheiten, die ihn sein Leben lang begleiteten, die Professur nieder. Von nun an reiste er als heimatloser und noch recht unbekannter Autor zwischen Frankreich, Italien, Deutschland und der Schweiz umher. Als er 44 Jahre alt war, brach eine schwere Geisteskrankheit aus. Die letzten elf Jahre seines Lebens verbrachte Nietzsche in der Pflege seiner Mutter und seiner Schwester. Erst zu dieser Zeit erlangten seine Schriften größere Resonanz.

Der junge Nietzsche fühlte sich der Philosophie Schopenhauers verbunden. Später wollte er Schopenhauers Pessimismus überwinden und stellte eine radikale Lebensbejahung in den Mittelpunkt seiner Philosophie.

Sein Werk enthält tiefgreifende Kritiken an Moral, Religion, Philosophie, Wissenschaft und Formen der Kunst. Der als lebensschwach empfundenen Gegenwart stellte er oft das antike Griechenland gegenüber. Wiederkehrendes Ziel von Nietzsches Angriffen ist vor allem die christliche Moral, sowie die christliche und platonistische Metaphysik. Er stellte den Wert der Wahrheit überhaupt in Frage und wurde damit Wegbereiter moderner und postmoderner philosophischer Ansätze. Auch Nietzsches Konzepte etwa des „Übermenschen“, des „Willens zur Macht“ oder der „ewigen Wiederkunft“ geben bis heute Anlass zu Deutungen und Diskussionen.

Nietzsches Denken hat weit über die Philosophie hinaus gewirkt und ist bis heute unterschiedlichsten Deutungen und Bewertungen begegnet. Seine Schriften entbehren einer strengen Systematik, er hat oft den Aphorismus als Ausdrucksform des Gedankens gewählt. Sowohl sein Prosastil als auch seine Gedichte und der pathetisch-lyrische Stil von Also sprach Zarathustra haben ihm auch als Schriftsteller Anerkennung verschafft. Das biographische und psychologische Interesse an der Person Nietzsche ist deutlich stärker als bei anderen Philosophen.

Zitate:

- Aus drei Anekdoten ist es möglich, das Bild eines Menschen zu geben.

- Exstirpation des deutschen Geistes zugunsten des »deutschen Reiches«.

- Nein, das Ziel der Menschheit kann nicht am Ende liegen, sondern nur in ihren höchsten Exemplaren.

- Das Publikum verwechselt leicht den, welcher im Trüben fischt, mit dem, welcher aus der Tiefe schöpft.

- Der Asket macht aus der Tugend eine Not.

- Der Gewissensbiss ist, wie der Biss des Hundes gegen einen Stein, eine Dummheit.

- Der Witz ist das Epigramm auf den Tod eines Gefühls.

- Die Forderung, geliebt zu werden, ist die größte der Anmaßungen.

- Die Mutter der Ausschweifung ist nicht die Freude, sondern die Freudlosigkeit.

- Die Scham existiert überall, wo es ein »Mysterium« gibt.

- Die Tätigen rollen, wie der Stein rollt, gemäß der Dummheit der Mechanik.

- Etwas Kurz-Gesagtes kann die Frucht und Ernte von vielem Lang-Gedachten sein.

- Gegen die Männerkrankheit der Selbstverachtung hilft es am sichersten, von einem klugen Weibe geliebt zu werden.

- Im Kampf mit der Dummheit werden die billigsten und sanftesten Menschen zuletzt brutal.

- Jedes Wort ist ein Vorurteil.

- Neid und Eifersucht sind die Schamteile der menschlichen Seele.

- Überzeugungen sind gefährlichere Feinde der Wahrheit als Lügen.

- Viele sind hartnäckig in Bezug auf den einmal eingeschlagenen Weg, wenige in Bezug auf das Ziel.

- Wer von seinem Tag nicht zwei Drittel für sich hat, ist ein Sklave.

- Geschichte handelt fast nur von […] schlechten Menschen, die später gutgesprochen worden sind.

- Meister und Schüler - Zur Humanität eines Meisters gehört, seine Schüler vor sich zu warnen.

- Blas dich nicht auf: sonst bringet dich / zum Platzen schon ein kleiner Stich.

- Die Leugner des Zufalls. - Kein Sieger glaubt an den Zufall.

- Die mystischen Erklärungen gelten für tief; die Wahrheit ist, dass sie noch nicht einmal oberflächlich sind.

- Glattes Eis / Ein Paradeis / Für den, der gut zu tanzen weiß.

- Gott ist tot! Gott bleibt tot! Und wir haben ihn getötet. Wie trösten wir uns, die Mörder aller Mörder?

- Nichts teilen wir so gern an andere mit, als das Siegel der Verschwiegenheit - samt dem, was darunter ist.

- Wer sich tief weiß, bemüht sich um Klarheit; wer der Menge tief scheinen möchte, bemüht sich um Dunkelheit.

- Gedanken sind die Schatten unserer Empfindungen - immer dunkler, leerer, einfacher als diese.
- Der Mensch ist ein Seil, geknüpft zwischen Tier und Übermensch - ein Seil über einem Abgrunde.

- Der Mensch ist schwer zu entdecken und sich selber noch am schwersten; oft lügt der Geist über die Seele.

- Du gehst zu Frauen? Vergiss die Peitsche nicht!

- Gegen das Kleine stachlicht zu sein, dünkt mich eine Weisheit für Igel.

- Gewissensbisse erziehn zum Beißen.

- Ihr habt den Weg vom Wurme zum Menschen gemacht, und vieles ist in euch noch Wurm.

- Macht wollen sie und zuerst das Brecheisen der Macht, viel Geld - diese Unvermögenden!

- Nicht durch Zorn, sondern durch Lachen tötet man.

- Nicht nur fort sollst du dich pflanzen, sondern hinauf! Dazu helfe dir der Garten der Ehe!

- »Nichts ist wahr, alles ist erlaubt« sprach ich mir zu.

- Nicht, wenn die Wahrheit schmutzig ist, sondern wenn sie seicht ist, steigt der Erkennende ungern in ihr Wasser.

- Weh spricht: Vergeh! // Doch alle Lust will Ewigkeit, // will tiefe, tiefe Ewigkeit.

- Wer ihn als einen Gott der Liebe preist, denkt nicht hoch genug von der Liebe selber.

- Das Christentum gab dem Eros Gift zu trinken - er starb zwar nicht daran, aber entartete, zum Laster.

- Der Irrsinn ist bei Einzelnen etwas seltenes - aber bei Gruppen, Parteien, Völkern, Zeiten die Regel.

- Es gibt gar keine moralischen Phänomene, sondern nur eine moralische Ausdeutung von Phänomenen.

- Es kennzeichnet die Deutschen, dass bei ihnen die Frage »was ist deutsch?« niemals ausstirbt.

- Grad und Art der Geschlechtlichkeit eines Menschen reicht bis in den letzten Gipfel seines Geistes hinauf.

- Kurz, hier wie überall, Vorsicht mit überflüssigen teleologischen Principien!

- Man soll nicht in Kirchen gehn, wenn man reine Luft atmen will.

- Reife des Mannes: das heißt den Ernst wiedergefunden haben, den man als Kind hatte, beim Spiel.

- Soll das Band nicht reißen, - mußt du erst drauf beißen.

- Viel von sich reden kann auch ein Mittel sein, sich zu verbergen.

- Was aus Liebe getan wird, geschieht immer jenseits von Gut und Böse.

- Wenn das Haus brennt, vergisst man sogar das Mittagessen. - Ja: aber man holt es auf der Asche nach.

- Wer sich selbst verachtet, achtet sich doch immer noch dabei als Verächter.

- Man wird am besten für seine Tugenden bestraft.

- Aus der Kriegsschule des Lebens. - Was mich nicht umbringt, macht mich stärker.

- Dante: oder die Hyäne, die in Gräbern dichtet.

- Emerson hat jene gütige und geistreiche Heiterkeit, welche allen Ernst entmutigt.

- Ich fürchte, wir werden Gott nicht los, weil wir noch an die Grammatik glauben […].

- Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum.

- Schiller: oder der Moral-Trompeter von Säckingen.

- Was? du suchst? du möchtest dich verzehnfachen, verhundertfachen? du suchst Anhänger? - Suche Nullen!

- Wie? ist der Mensch nur ein Fehlgriff Gottes? Oder Gott nur ein Fehlgriff des Menschen?

- Das Weib war der zweite Fehlgriff Gottes […] - das weiß jeder Priester.

- »Glaube« heißt Nicht-wissen-wollen, was wahr ist.

- Unrecht liegt niemals in ungleichen Rechten, es liegt im Anspruch auf »gleiche« Rechte.

- Man muss der Menschheit überlegen sein durch Kraft, durch Höhe der Seele, - durch Verachtung...

- Alle Vorurteile kommen aus den Eingeweiden.

- Wenn man von einem unerträglichen Druck loskommen will, so hat man Haschisch nötig.

- Ich selbst bin immer noch Pole genug, um gegen Chopin den Rest der Musik hinzugeben.

- Ich bin kein Mensch, ich bin Dynamit.

- Hat man mich verstanden?

- Ein labyrinthischer Mensch sucht niemals die Wahrheit, sondern einzig seine Ariadne - was er uns auch sagen möge.

- Jesus ist das Gegenstück eines Genies: Er ist ein Idiot.

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