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"Des einen Freud, des anderen Leid" oder "Des einen Leid ist des anderen Freud."?

Gespeichert von Gast (nicht überprüft) am

Gibt es Unterschied zwischen "Des einen Freud, des anderen Leid" und "Des einen Leid ist des anderen Freud."?

Und wieso hier fängt ein Satz mit "Des" an? Diese Art von Genitiv haben wir im Grammatikunterricht nicht gelernt. Auf eine Erklärung würde ich mich sehr freuen. 

Das ist eine Ausnahme und kommt nur manchmal vor. Dazu gehören u.a. feststehende Redewendungen und Sprichwörter, künstlerische (z.B. poetische) Texte, und wenn das Genitiv-Attribut ein Eigenname ohne Artikel ist. 

Beispiele:

  • Des einen Freud, des anderen Leid.
    Vollständiger Satz mit gleicher Bedeutung:
    Des einen Freude ist des anderen Leid.
  • Der Worte sind genug gewechselt, 
    laßt mich auch endlich Taten sehn! 
    Indes ihr Komplimente drechselt, 
    kann etwas Nützliches geschehn.
    (aus Goethes "Faust")
  • Aller Anfang ist schwer.
  • Noch ist nicht aller Tage Abend.
  • Er wurde seines Stolzes beraubt.
  • Ich bin des Lernens überdrüssig.
  • In Thüringens Bergen gefällt es mir am besten.
  • Der Hund ist des Menschen bester Freund.
  • Für Rügens Wirtschaft ist der Tourismus sehr wichtig.
  • Muttis Essen schmeckt immer noch am besten.
  • Hans' Mütze sieht blöd aus.
  • Des Menschen Wille ist sein Himmelreich.

 

 

Gespeichert von Gast (nicht überprüft) am Di., 17. Oktober 2023 - 18:29

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