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Religion

Gespeichert von Gast (nicht überprüft) am Do., 11. November 2010 - 16:50

Fragen, die man nur als Christ beantworten kann müssen raus. Z.B als Jude kann man nicht wissen wie letzte 4 Wochen vor Weinachten heißen. Weitere religionbezogene Fragen müssen auch raus. Wichtig ist das man deutlich weisst, dass Deutschland christliche Land ist.

In Deutschland gibt es eine ganze Menge Familien, die konfessionslos und überhaupt nicht religiös sind. Aber in vielen dieser Familien werden trotzdem Ostern und Weihnachten gefeiert. Aus diesem Blickwinkel sind diese Feste ein folkloristischer Brauch, der auch unabhängig vom religiösen Hintergrund lebendig ist.

Ostern ist im Prinzip ein Frühlingsfest, mit dem man sich vom Winter verabschiedet und den Frühling begrüßt. Dass man Eier bemalt oder färbt und dann versteckt (eigentlich werden mehr Süßigkeiten und Geschenke versteckt) ist eine Tradition, die besonders in Familien mit Kindern eine große Bedeutung hat.

Christliche Menschen gehen zusätzlich in die Kirche (oder nehmen es sich zumindest vor). Das Wort Ostern stammt übrigens nach manchen Vermutungen von Frühlingsfesten aus einer vorchristlichen Zeit, die nach der Göttin der Morgenröte (griechisch Eos, lateinisch Aurora, altgermanisch Ausro) genannt wurden.

Ähnlich ist das mit Weihnachten. Durch gegenseitiges Besuchen und Beschenken wird die Zusammengehörigkeit der Verwandten gepflegt. Weihnachten ist nicht zufällig in einer dunklen und kalten Jahreszeit, in der die Menschen automatisch weniger unternehmen und enger zusammenrücken. Der Einkaufs-Trubel ist sozusagen das Kontrastprogramm zur eigenen inneren Besinnung.

In den meisten Adventskalendern ist heutzutage eh Schokolade anstatt biblischer Motive. Da ist völlig klar, dass jedes Kind einen haben will. Und übrigens gibt es auch Advents- und Weihnachtslieder, die keinen religiösen Kontext haben.

 

Um in Deutschland zu leben, braucht man das natürlich nicht zu wissen. Wer aber selbst ein Deutscher werden möchte, der sollte über wichtige kulturelle und folkloristische Traditionen informiert sein (egal ob er sie selbst praktizieren möchte oder nicht). Es geht hier nicht nur um Religion.

Manchmal liest man, das Weihnachtsfest sei in Wirklichkeit eine heidnische(*) Tradition, welche in das Christentum adaptiert wurde. Konkret geht es dabei um das "Julfest" der

nordeuropäischen Völker, welches seinen Ursprung vor dem Christentum hat. Nach seriöseren Quellen ist das heute übliche Weihnachtsfest eher eine Synthese aus beidem, die sich

im Laufe der Jahrhunderte entwickelt hat.

Die christliche Bibel enthält zwar die "Weihnachtsgeschichte", aber keine konkreten Hinweise auf ein Fest zu diesem Anlass, und auch kein genaues Datum. Auf der anderen Seite

passt das Julfest in seiner vorchristlichen Form nur teilweise zu den heute üblichen Weihnachtsbräuchen (es bestand anscheinend überwiegend aus Essen und Trinken), und das

Datum variierte zwischen Wintersonnenwende und Februar.

Im 17. Jahrhundert gab es übrigens in manchen christlichen Gruppen tatsächlich eine Ablehnung des Weihnachtsfestes, die auf diesen Zusammenhängen beruhte. Das ging bis zu

einem (vorübergehenden) Verbot des Weihnachtsfestes an einigen Orten.


(*) 'Heidnisch' ist in diesem Zusammenhang ein Überbegriff für Traditionen und Weltanschauungen, die nicht aus den monotheistischen Religionen (insbesondere Christentum,

Judentum und Islam) stammen. Sie können z.B. mit Naturreligionen, mit alten polytheistischen Religionen oder auch mit der Ablehnung von Religion zusammenhängen.

 

 

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