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Add new comment to Einbürgerung - Wie lange hat es bei Euch gedauert?

Gast12 (nicht überprüft)

Wenn alle Unterlagen den Beamten vorliegen, die zur Antragsbearbeitung notwendig sind, hat der Beamte 3 Monate Zeit für seine Entscheidung: Annahme oder Ablehnung des Antrages. Als Unterlagen sind auch Anfragen bei zig Behörden gemeint, die der Beamte über den Antragssteller fordert. Bis diese Unterlagen an den Beamten gelangen, dauert es auch mindestens 6 Wochen.
Die Realität ist, das soviele menschen jahrelang darauf warten,bis der Beamte nach all diesen komplizierten Anfragen, die auf dem Postweg zugestellt werden(was auch nochmal Zeit beansprucht)sich gewaltig Zeit nehmen kann, seine Entscheidung nochmal intern an seinen Vorgesetzten zu senden, der Vorgesetzte sich auch Zeit nehmen kann, bis er die Entscheidung seines Beamten unterschreibt (eine Unterschrift dauert dann auch noch mindestens 4 Wochen), diese unterschriebene Unterlagen an den Beamten zurückgibt, und der Beamte sich dann noch zusätzlich Zeit dafür nehmen kann, bis er die unterschriebene Zusicherung oder Ablehnung per Post an den Antragssteller senden kann. All dies darf, nachdem alle Unterlagen vorliegen, nicht länger als 3 Monate dauern. Es kommt halt auch auf die Motivation, auf die internen Anweisungen und Einstellung des Beamten an, wie lange es dauert.
Nachdem eine Austrittsgenehmigung aus der jetzigen Staatsbürgerschaft bei der Behörde vorliegt, startet das ganze wieder von vorne: Anfrage bei Behörden stellen usw. Wenn dann nochmal alles akzeptiert wird (auch das dauert Monate), wartet man zusätzlich auf einen Termin für die Erteilung der Urkunde(auch das dauert). Nachdem man die Urkunde erhält, sollten die letzten Pässe aus der vorherigen Staatsbürgerschaft vom Konsulat als nichtig erklärt werden. Danach muss man wieder zur Behörde und dem Beamten diese ungültigen alten Ausweise vorstellen. Und nun muss man darauf warten,
bis man einen deutschen Pass erhält: auch das dauert.
Einbürgerungskampagnen machen diese mühselige Bürokratie nicht einfacher, sondern verheimlichen all diese Bürokratie und sollen auch nach aussen symbolisiseren, das sich die Ausländer angeblich nicht einbürgern wollen und wie freundlich man doch eigentlich gegenüber einbürgerungswilligen Ausländern sei.
Ausserdem wird auch behauptet, dass der Austritt aus der jetzigen Staatsbürgerschaft länger dauere: die Wirklichkeit ist, dass die Konsulate heute schneller arbeiten und dass die Abwicklungen bei den Einbürgerungsbehörden mit all den komplizierten Strukturen bzw. Anweisungen und Unterbesetzungen und demotivierten Beamten um ein Vielfaches die Einbürgerung verzögert.
Wenn übrigens auch noch ein Sprachtest dazu kommt, dann mal viel Geduld. Es dauert viel zu lange und kostet viel Zeit und sehr viel Nerven.

Do., 07. März 2013 - 15:12 Link
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