Gegen wen richten sich denn eigentlich die Klebeaktionen?
Natürlich richten sie sich gegen Menschen, die mit dem Auto durch die Gegend fahren, obwohl sie die S-Bahn oder das Fahrrad benutzen könnten. Sie richten sich aber z.B. auch gegen den Handwerker, der jetzt den Kundentermin verpassen wird, und gegen den "Paketsklaven", der seine Tour nicht durchziehen kann und deshalb noch weniger Geld verdient.
Die "Letzte Generation" gibt an, sie wolle die gegenwärtige Regierung zu einem bestimmten Handeln zwingen. Ein Sturz der Regierung ist offenbar nicht das Ziel. Jedoch entsteht bei vielen Menschen eine Unzufriedenheit mit der Regierung eher deshalb, weil sie diese Störungen nicht entschieden genug bekämpft. Diese Entwicklung halte ich für gefährlich.
Sowohl die Partei "Bündnis 90 / die Grünen" (Ex-Ministerin Künast, Parlamentarische Geschäftsführerin Mihalic) als auch "Fridays for Future" (Sprecherin Rittmann) haben in der letzten Zeit die Klebeaktionen kritisiert, unter anderem weil sie die Menschen "auf Kontra" bringen, wodurch dem gemeinsamen Ziel geschadet statt geholfen würde.