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Mahlzeit! Was für eine komische Begrüßung? Bedeutet doch Esszeit oder

Gespeichert von Gast (nicht überprüft) am Mi, 20. Februar 2013 - 02:49

Seit ein paar Wochen arbeite ich bei einem Schokoladenfabrik in der nähe von Leipzig. Viele meine Arbeitskollegen und Kolleginnen sind echte Deutsche. Sie begrüßen sich meistens so "Mahlzeit!". Ich kannte das nicht und habe in Wörterbuch geschaut. Mahlzeit bedeutet so was wie Essenzeit, Esszeit. Ich würde gerne wissen warum man sich so begrüßt. Oder vielleicht in meinem Wörterbuch ist es nicht richtig übersetzt.

Lies mal hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Mahlzeit#.E2.80.9EMahlzeit.E2.80.9C_als_Gru.C3.9F

Ist halt ein regionaler Gruß.

:-)

Gespeichert von Gast (nicht überprüft) am/um Do, 21. Februar 2013 - 00:08

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Mahlzeit ist eine kurzform des früher üblichen Grußes zur Mittagszeit "gesegnete Mahlzeit". Dies sollte bedeuten dass man dem Begrüßten wünschte, dass Gott seinen Segen zum Essen dazu geben möge oder so ähnlich .

Gespeichert von Gast (nicht überprüft) am/um Fr, 22. Februar 2013 - 17:44

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Die Chinesen sagen "hast du satt" statt "wie geht es dir". Essen bedeutet Frieden, Wo man kein Essen findet herrscht Unruhe und Krieg.

Gespeichert von Gast (nicht überprüft) am/um Di, 19. März 2013 - 22:45

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Was hat denn das mit "BWL" zu tun?
"BWLer" halte Ich nicht gerade für Beispiele von Intelligenz, ausgewähltem Verhalten etc..
BWL selbst ist auch kein Beispiel einer Arbeit die nicht unter "mies" fällt.
Ob man als gemeiner Ladenschwengel oder als Filialleiter bei Rewe, Aldi, Bauhaus etc. arbeitet, es ist beides miese Arbeit. Ob man als angestellte Bürodrohne oder als Amtsleiter arbeitet, es ist beides mies. Die reine Arbeit ist doch nicht weniger mies, nur besser bez., äh entschädigt.

Jeder sollte sich selbst fragen, "würde Ich die Arbeit noch machen, wenn Ich zu 5Mio, 10Mio, 25Mio, 50Mio käme?".
Auch der "BWLer".
Würde die Arbeit aufgegeben, war sie faktisch MIES. Da gibt es nichts zu deuteln.
Die Arbeit würde NUR des Geldes wegen gemacht.
Da muss mir auch keiner mit "aber die Kollegen", oder "Umgang mit den Kunden" kommen.
Das sind Ausreden. Denn wenn man die Arbeit aufgäbe, dann ist es NUR des Geldes wegen.
Oder würde die es sich schönredende Friseurdrohne, Bürodrohne, XYZ-Fachverkäufer(in) etwas kostenlos dort arbeiten, wenn sie bedingungslos das Gleiche Geld bekäme?!?

"Mahlzeit" sollte jeden Menschen, BWLer, und einige Hauptschüler etc. stören.
Das ist Proll-Deutsch.

Genau so "Gesundheit".
Man kommentiert keine Körperfunktionen.
Oder was sagt man, wenn jemand furzt?

Was mich auch stört:
"Der kleine Mann", "Der kleine Mann auf der Straße".
Da schüttelt es mich innerlich. Das ist Pöbel-Solidarisierung.
Auch nicht unbekannt "die da oben".

"Bodenständig" hat auch einen derben "Beigeschmack".

Auch Unterschichtenfloskel:
"Sag Ich mal" oder "sag Ich mal so".
Soll auch in der DDR bei Interviews (z.B. Werksarbeiter) beliebt gewesen sein. So eine Art von Relativierung des Gesagten, falls es jemand nicht gefällt.
"Hab Ich ja nur mal so gesagt".
Die gleiche Kerbe ist "auf gut Deutsch gesagt", denn meist kommen danach Derbheiten, die damit relativiert werden.
Gut dass Ich nicht hinter Deutschland stehe. Muss Ich auch nicht.
Ich habe auch das Recht es zu verachten, wenn Ich will.
Siehe bei Google Bundesdienstflagge Toilette.
Ich habe auch die letzte gewonnene Fußball-WM nicht gesehen.
Da lief bei ProSieben mal wieder den ganzen Abend eine TBBT-Wiederholung nach der anderen. Aber immer noch besser als das Endspiel mit Deutschland.
Mir ist Fußball egal, und Ich verachte die "Kultur", die "Fans" etc., aber warum sollte Ich auch wenn Ich es nicht verachten würde eigentlich "für Deutschland" sein? Da würde Ich dann doch eher nach den Ländern gehen, die einem Kulturell mehr zusagen.

Der Pöbel sagt auch gerne "man" statt "Ich", um etwas zu relativieren bzw. der Masse aufzusetzen. Denn wenn "man" (also alle) das machen, ist es normal, und man muss weniger Verantwortung für etwas übernehmen bzw. es rechtfertigen.

Soll angeblich auch schlecht bei Bewerbungsgesprächen ankommen.
Sowohl "man", als auch all das zuvor genannte.

Du weißt schon, dass "Mahlzeit" "man/wir" ein übliche Form im Berlinerischen hat oder? Deswegen ist es schwierig eine deutende Meinung darüber zu schreiben wie du es getan hast. Regionale Unterschiede werden immer bestehen, deswegen sollte der Zahlenschieber und der Deutschprophet vielleicht man einfach die Klappe halten (berliner Schnauze).

Früher haben die Leute viel weniger Fleisch gegessen.Dafür desto mehr Getreide,und Körner. Vor der Essenszeiten haben Die die körnige Getreide zermahlen müssen, bzw. Kleingemahlt,was natürlich Zeit in anschpruch genommen hat. Deshalb die Erinerungspruch zum Essenszeit "Mahlzeit" In Bayern ist bis Heute Gebrauch geblieben.

Hallo BWLer,
dann stör Dich ruhig an diesem " Mahlzeit " den wir Bayern und Österreicher, die Du als Bauern uund Fabrikarbeiter betitelst, sagen. Uns stört es herzlich wenig dass es Dich stört.

ein Münchner

Gespeichert von Gast (nicht überprüft) am/um Mo, 29. April 2013 - 20:29

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Hallo BWLer,
na dann stör Dich ruhig daran dass wir Bayern und Östereicher, die Du als ungebildete Bauern und Fabrikarbeiter betitelst, Mahlzeit zu Mittag sagen.
Uns stört es nicht am geringsten, daß es Dich als (ein)gebildeten Menschen
stört

Gespeichert von Münchner (nicht überprüft) am/um Mo, 29. April 2013 - 20:36

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Wir hinterfragen viele unserer Aussagen nicht, es gehört einfach zu uns. So wie wir in Bayern“ Grüß Gott“ sagen, so sagt man bei euch „ Mahlzeit“ . Man meint damit , lass es dir schmecken oder gutgehen, egal, ob du zum Essen gehst oder nur jemand begrüßt. Ich hoffe, ich habe deine Frage beantwortet.

Gespeichert von Bahman (nicht überprüft) am/um Do, 02. März 2017 - 09:54

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Atheisten sagen in Bayern nicht "Grüß Gott".
Und "Mahlzeit" ist eine Unterschichtenbegrüßung, und nicht wirklich "Lokal".

Wenn Ich an einer geschlossenen Toilette vorbei gehe sage Ich auch nicht "Kackzeit".
Genau so wenig wie man niesen NICHT mit "Gesundheit" kommentiert.

Wenn Ich Flüchtlinge/Ausländer hier "auch so" sagen höre, denke Ich mir mitleidig, in was für einem Deutschen Unterschichten-Gettho leben die nur...
Notfalls "Gleichfalls".

Gespeichert von Tobias Claren (nicht überprüft) am/um So, 09. April 2017 - 21:35

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an "Tobias Claren":
Schön, wenn der Horizont durch eine Mokkatassenuntertasse begrenzt wird und dessen Weite hat.
Man mag dir zwar bei "BWL" noch halbwegs zustimmen, wobei "BWL" in meinen Kreisen zumindest ein Akademiker ist, allerdings ist das Studium "Betriebswirtschaftslehre" nicht unbedingt ein "Premium-Studiengang", eher so Notlösung (wie ein Bachelor), wenn man bei einem anspruchsvolleren Studium rausgeflogen ist oder sonst nichts wirklich kann.

Ansonsten: Macht pöbeln Spaß?
Und nein, auch Atheisten sagen in Bayern durchaus "Grüß Gott". Sprich nicht von Sachen, von denen du keine Ahnung hasst. Für einfach gestrickte Leute mag die Loslösung eines Wortes, einer Redewendung o.ä. vom ursprünglichen Wortsinn etwas anspruchsvoll sein, aber es ist so. "Pöbel" zum Beispiel geht auf "populus" zurück und dies bedeutete einfach "Volk" oder "Bevölkerung". Wertfrei.

Und "Mahlzeit" ist durchaus primär eine regionale Eigenart, aber dort auch zu einem geringen Teil "schichtspezifisch". In bestimmten Kreisen, die für dich wohl unerreichbar weit oben sind, sagt man es so eher tatsächlich nicht.
Aber zum Beispiel der (katholische) oberste Klerus nutzt die Langform ("gesegnete Mahlzeit").
denke Ich mir mitleidig, in was für einem Deutschen Unterschichten-Gettho leben die nur...
Da befällt mich auch der Mitleid. Hätte man die Schule tatsächlich erfolgreich besucht, dann würde man schreiben: "in was für einem deutschen Unterschichten-Ghetto leben die nur ..."

Gespeichert von Gast (nicht überprüft) am/um Mi, 19. April 2017 - 11:05

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Tut mir leid, Ich trinke keine Kaffee.
Es gibt auch schlichte Menschen, selbst wohl mit Alkoholproblem (rein rechnerisch trinkt jeder Deutsche mehr Alkohol pro Tag, als die Grenze zum Alkoholproblem von 500ml Bier oder 250ml Wein pro Tag bei einem mann), die unterstellen einem gerne besoffen zu sein, wenn ihnen nicht passt, was Ich schreibe.
Muss man sich mal vorstellen, Menschen die ALkohol trinken, unterstellen jemand der ganz ohne religiotische Hintergründe oder Ex-Alki-Tum etc. keinen Alkohol trinkt und nie trank besoffen zu sein. Tiere.....

Mahlzeit gilt genau so wie "Gesundheit" als Proletensprache, um es mal deutlich auszudrücken.
Auch zweifarbige Haare gelten als Unterschichten-Merkmal.
Dabei ist es völlig egal wie das emotionale schlichte Menschen finden, beim Bewerbungsgespräch oder schon vor der Einladung aufgrund des Fotos können "Strähnen" bei genug gleichwertigen Bewerbern für die Absage sorgen.
Und bei Kundenkontakt sowieso...

Würde Ich Angestellte suchen,

Gespeichert von Tobias Claren (nicht überprüft) am/um Mi, 19. April 2017 - 19:08

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Fragen sie Frau Andrea
Mahlzeit
STADTLEBEN | aus FALTER 33/06 vom 16.08.2006

Liebe Frau Andrea,

mir wurde von p.t. Arbeitskolleginnen zugetragen, dass der (in Wien ab 9 Uhr allgegenwärtige) Gruß "Mahlzeit" während der NS-Zeit in Wiens Amtsstuben Popularität erlangte, um anderen Grußformen zu entgehen. Bitte hochachtungsvoll um Ihr geschätztes Fachwissen,

DTWer Gruß "Mahlzeit" - eigentlich "Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Mahlzeit" - ist in Amtsstuben und Bürofluren auch heute noch populär. Er ist eine Reminiszenz an die Zeiten, in denen die Zugehörigkeit zu einem politischen Lager mit Gefahr für Leib und Leben verbunden war. Gelernte Österreicher, Katholiken und Klerikalfaschisten begegneten einander mit der Aufforderung "Grüß Gott", Sozialisten zeigten Fahne mit dem solidarischen Gruß "Freundschaft" oder dem agnostischen "Guten Tag" - wienerisch "Daaag", ausgesprochen. Nationalsozialisten schließlich wünschten einander "Heil Hitler!". Ein gedeihliches Zusammenleben auf Beamtenebene war nur mit einer unverfänglichen Begrüßung möglich. Die wenig elegante, aber ungefährliche Grußform "Mahlzeit" umschiffte die Klippe, dem Falschen zur falschen Zeit das Falsche zu wünschen. Der Gruß "Mahlzeit" ist heute ab 9.58 Uhr möglich und kann getrost bis 15.15 Uhr verwendet werden. Er wird stets "hochdeutsch" ausgesprochen, was sich in etwa wie "Maalzett" anhören sollte, um authentisch zu wirken.

Gespeichert von Mag. Melita Ugarcina (nicht überprüft) am/um Do, 11. Mai 2017 - 14:11

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Ja, die Geschichte mit diversen Grüßen um ja nicht Hitler zu heilen gibt es von überall, die Wahrscheinlichkeit, dass es stimmt ist aber durchwachsen (mal ganz davon abgesehen, dass Österreich weder damals noch heute einen einzigen Nazi hatte ;-) ). Man hat vorher sich irgendwie gegrüßt und wer nicht mit Hitlergruß grüßen wollte, hat dies auch weiterhin so halten könnten - zumindest wenn es keine kommunistischen Grüße waren, aber die waren im vorhergehenden Austrofaschismus ja wohl auch nicht viel angesagter.
Ich halte diese Falter-Geschichte (die wie gesagt aber keine Falter-Idee ist) vor allem nur für einen Teil der unendlichen Wir-waren-nicht-dabei-wir-haben-nicht gejubelt-Geschichte.
Felix Austria

Gespeichert von Gast (nicht überprüft) am/um Fr, 26. Mai 2017 - 11:26

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Ich schmeiß mich wech! Es war von süd-west Gewohnheit die Rede. Dann antwortet ein entrüsteter Baden-Württembergler, der sich mit BWler abkürzt und bekommt "nette" Antworten von Dunning-Kruger-Menschen.

Es ist 11:56 Uhr, Mittagspause. Ich werfe heute mal ein lautes "Hail Satan" zur Begrüßung in die Kantine. Bin gespannt.

Gespeichert von Mahlzeit (nicht überprüft) am/um Mi, 23. Oktober 2019 - 11:57

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