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Reise nach Cala Santanyi (Mallorca)

Gespeichert von Wikinger am So, 02. Februar 2014 - 19:25

Wie wir dazu kamen als Nicht-Mallorca-Liebhaber nach Mallorca zu fliegen:
Als Studenten ist das Budget recht angespannt. Man möchte lieber viel unternehmen als viel Geld für Flug und Unterkunft zu zahlen. Während unserer Reiserecherche haben wir bemerkt, dass eine Pauschalreise pro Person nach Cala Santanyi im Gegenzug zu anderen Ortschaften sehr n
Die Anreise begann mit sehr frühem Aufstehen ca. 2:45 Uhr. Wir hatten ungefähr 1 ½ Stunden geschlafen und waren unglaublich müde. Ein Tag zuvor hatten wir über die Taxi-Zentrale einen Taxi für 3:30 Uhr bestellt, damit wir um 4 Uhr morgens am Flughafen-Schönefeld sein konnten.

Für das Taxi haben wir 33 Euro bezahlt, wobei drei Euro davon Trinkgeld waren.
iedrig war. Mit 386 EUR für Flug, Transfer und Unterkunft waren wir gut dabei.

Trotz der frühen Zeit – unser Flug ging um 5:25 Uhr – waren sehr viele Menschen da, dementsprechend war die Schlange sehr lang für den Check-In Schalter. Daher sollte man hier wirklich zwei Stunden vor dem Abflug da sein.

Geflogen sind wir mit Condor. Die Fluggesellschaft hat auf uns einen sehr guten Eindruck gemacht, sehr freundlich, hilfsbereit und zuvorkommend. Entgegen unserer Erwartung gab es während des Flugs einen kleinen Snack und Getränke.

Wir hatten vergessen Flugsitze nebeneinander zu wählen, sodass wir in derselben Reihe aber auf gegenüberliegenden Seiten im Gang saßen. Daher wäre es zu empfehlen für alle, die noch vorhaben per Pauschalreise zu fliegen, Sitze hinzu zu buchen.

Der Flug war in Ordnung und pünktlich.

Auf dem Shuttle-Bus nach Cala Santanyi mussten wir eine ganze Stunde mit unseren Koffern draußen vor dem Bus warten, obwohl der Busfahrer da war – jedoch uns nicht in den Bus gelassen hat. Die Busfahrt nach Cala Santanyi war ok. Auch haben wir am Flughafen direkt ohne Probleme unsere Reiseveranstalter finden können. Hier können alle Angestellten fließend Deutsch sprechen, sodass wir uns ohne große Probleme verständigen konnten.

Im Hotel angekommen und total müde, konnten wir nicht einmal einchecken, weil unser Appartement noch nicht fertig war. So haben wir unser Gepäck abgelegt und haben uns auf den Weg der Erkundung gemacht.
Sofort entdeckten wir den einzigen und super teuren Supermarkt „VORAMAR“. Empfohlen wurde uns von Einheimischen mit dem Taxi in die Stadt Santanyi für ca. 11 EUR zu fahren, um dort beim etwas günstigeren Supermarkt „EROSKI“ unseren Großeinkauf zu machen.
Dies würden wir auch jeden empfehlen.
Zudem gibt es jeden Samstag einen großen Wochenmarkt.
Der Markt war interessant, bot jedoch immer wieder dieselben Gegenstände an. Es war kein Lebensmittelmarkt. Nichtsdestotrotz war dieser sehr voll und besaß eine angenehme Atmosphäre, die es wert ist, gesehen zu werden. Vor allem weil dieser nicht auf offener Straße, sondern verbreitet in verschiedenen labyrinthartig führenden, spanischen Gassen stattfindet.

Der Strand in Cala Santanyi ist sehr sauber und voll zugleich. Das Wasser war ausgesprochen salzig. Jeder Schluck, den man durch die Nase oder in die Augen bekam, brannte. Daher ist eine Taucherbrille zu empfehlen. Die Temperatur des Wassers war in Ordnung.

Für unser 3 Euro kann man sich Beachtennis oder einen Ball kaufen, mit dem man dann am Strand spielen kann.

Der erste Eindruck von unserem Appartement war: recht klein, sonst ganz ok. Es war sauber und wir hatten alle nützlichen Gegenstände (bspw. Töpfe, Teller, Besteck, Lappen). Nur Spülmittel, Waschlappen und Schwamm mussten wir uns zulegen.

Das Wasser aus dem Wasserhahn ist sehr salzig, sodass man Wasser aus dem Supermarkt kaufen muss. Wir haben das Wasser sowohl fürs Trinken als auch fürs Kochen benutzt.

Das Gute in Cala Santanyi ist, dass man hier schön wandern kann. So sind wir zum Aussichtsturm, namens „TORRE NOVA DE SA ROCA FESA-SANTANYI“, gewandert und hatten von hier einen wunderschönen Ausblick über die gesamte Küste.
Unser nächster Halt war der „ES PONTA“ – ein Felsbogen inmitten des Meeres oder die Aneinanderreihung der Steine von Rolf Schaffner. Anschließend sind wir die Klippen entlang des Meeresufers geklettert, um zu der Bucht „Cala Llombards“ zu gelangen. Es war aufregend und anstrengend zugleich und etwas gefährlich. Wie ein echtes Abenteuer.

Am „Calo des Macs“ ging es nicht mehr weiter, obwohl wir vorher immer einen Weg finden konnten. Dann haben wir eine Besitzerin eines Fincas nach dem Weg gefragt und durften freundlicherweise durch ihr Privatgrundstück auf die Straße. Von dort sind wir dann eine gerade Strecke nach „Cala Llombards“ gewandert.

Der Strand war dort nicht viel schöner als bei uns. Nach etwas Ausruhen haben wir uns überlegt, durch die Stadt nach Cala Santanyi zu laufen. Das war schwieriger als gedacht, denn hier führen fast alle Wege nach Santanyi und von dort zu den kleineren Gebieten wie Cala Santanyi.

An einem anderen Tag sind wir nach Cala Figuera mit dem Taxi für etwa 8 EUR gefahren. Auch hier kann man entlang der Küste über die Steine schön wandern und klettern und das rauschende Meer genießen, wie es mit höchster Geschwindigkeit gegen die Felsen stößt.
Falls man hierhin kommen sollte, sollte man sich auch den schönen kleinen Hafen ansehen und eine kleine Rast bei den Restaurants am Hafen machen. Jedoch erwähnen wir jetzt schon einmal, dass die Preise im Restaurant relativ hoch gehalten sind.
Auch kann man hier bis zum „Sa Torre d'en Beu“ wandern und von der gegenüberliegenden Seite die Stadt betrachten.

Eine kleine Fahrt nach Palma konnten wir auch von Cala Santanyi aus unternehmen. Die Fahrt mit dem öffentlichen Bus dauert ca. 1 ½ Stunden und hat uns pro Richtung und pro Person 6,90 EUR gekostet.
In Palma angekommen, haben wir die Altstadt erkundet. Abgesehen von der Kathedrale gab es nicht wirklich viel zu sehen. Palma ist eine große Stadt mit viel Verkehr und wenig Sehenswürdigkeiten.

Interessant war vielleicht noch die Bany Arabs, ein Hamam noch aus der Zeit der islamischen Herrschaft. Es war uns gar nicht bewusst, dass die Araber bis nach Mallorca gekommen sind.

Im Übrigen ist eventuell zu erwähnen, dass die gesamten Museen kostenpflichtig sind und sich auf ca. 6 – 9 EUR Eintritt berufen.

Anschließend sind wir zum ersten Mal in ein vegetarisches Restaurant, namens Bon Lloc, gegangen und hier auch empfehlen würden. Das Essen war lecker – 4-Gänge-Menü zum Preis von 14, 50 EUR. Eine wesentlich bessere Alternative im Vergleich zu den hier überteuerten Burger Kings und KFCs.

Der einzige Nachteil: Vegetarisches Essen hält nicht lange satt. Wir haben uns daher noch eine Pizza in Cala Santanyi geholt.

Nach Colonia de Sant Jordi sind wir auch mit dem öffentlichen Bus für 1,90 pro Richtung pro Person gefahren. Leider wussten wir nicht, wie man von hier zum Strand Es’Trenc kommt.
Da in Spanien bzw. in den kleinen Städten keine Ausschilderung vorhanden ist.

Daher haben wir uns entschlossen zum Tourismuscenter zu gehen und dort nachzufragen. Zu unserem Bedauern haben wir dort festgestellt, dass Es’Trenc von der Bushaltestelle nur 30 Minuten entfernt war und vom Tourismuscenter eine gesamte Stunde.

Mit schweren Rucksack durch die warme Gegend zu laufen bis hin zum Strand war nicht gerade vorteilhaft. Colonia de Sant Jordi hat nicht nur einen Sandstrand. Hier gibt es viele Küstenbereiche, wo nur Felsen existieren, sprich nur Steine. Nur an einigen Stellen findet man hier einen Sandstrand. Einen ganz besonderen und berühmten Sandstrand stellt der ES’TRENC dar. Dieser ist daher so berühmt, weil das Wasser hier so klar sein soll wie in der Karibik.
Da wir über 45 Minuten bereits gelaufen sind und in der Hitze einfach nicht mehr laufen konnten und das Wasser auch hier in Playa MARQUES DEL PALMER klar war, haben wir hier einen Stopp gemacht.
Schnorcheln muss hier wirklich schön sein und auch viele Touristen, die wir hier getroffen haben – alt oder jung – haben davon geschwärmt.
Jedoch müssen wir anmerken, dass es hier keinen richtigen Sandstrand gab. Dieser Sand war eine Mischung aus etwas Sandigem als auch Steinigem. Auch war es hier auf der Liegefläche nicht allzu sauber. Es kann zum Einen damit zusammenhängen, dass es am Vortag Regen gab oder dass es hier einfach zu viele Menschen auf zu wenig Platz, liegen.

Im Vergleich mit dem Strand in Cala Santanyi sind wir zum Ergebnis gekommen, dass der Strand in Cala Santanyi viel angenehmer war.

Hier in Colonia de Sant Jordi kann man schöne Souvenirs für Familien kaufen und zu unserem Glück gab es heute hier auch einen Wochenmarkt, der frischen Honig aus Mallorca sowie Meersalz aus Mallorca im Angebot hatte.

Erwähnen sollten wir vielleicht an dieser Stelle auch noch, dass in Colonia de Sant Jordi Meersalz gewonnen wird. Hier gibt es nämlich Salzberge, die man sehen kann. Es war sehr interessant es aus Nahmen sehen zu können.

Zu merken:

Autoverleih im August ist auf Mallorca sehr teuer, da es Hochsaison ist. (50+ pro Tag). Empfohlen wurde uns von Einheimischen sich vor der Reise im Internet schon einmal ein Auto zu reservieren. Das soll wohl günstiger sein.

Wenn man jedoch kein Auto auf Cala Santanyi hat, kommt man nicht so richtig vom Fleck weg. Hier gibt es keine Strandpromenade, wo viele Geschäfte, Bars, Cafés und Restaurant gibt. Vielmehr ist der Ort für ältere Leute oder Familien geeignet, die gerne täglich Zeit am Strand verbringen wollen. Wenn man jedoch nicht nur einen Badeurlaub hier erleben möchte, sondern auch Gegende erforschen möchte – bspw. andere Buchten oder Küsten, sollte man ein Auto haben.

Von Cala Santanyi fährt täglich nur ein Bus Richtung Palma und hält zwar an einigen anderen Stellen, jedoch ist man dann wiederum gezwungen abends gegen 18 Uhr wieder abzureisen und müsste den Tag über an einer anderen Ortschaft verbringen. Der Bus fuhr von Cala Figuera, Cala Santanyi, Santanyi, Ses Salienes, Colonia de Sant Jordi, Campos und dann über Palma. In Palma hielt der Bus an der riesengroßen Busstation, wo viele andere Busse ihre End- bzw. Startstation haben.

Taxifahrten zu kurzen Strecken sollen wohl preismäßig in Ordnung sein (ca. 8-12 Euro). Doch Fahrten nach Manacor (ca. 35 EURO pro Richtung pro Person) oder Ses Salienes sind im Gegenzug mit dem Taxi einfach zu teuer.

Wenn man jedoch hierhin nach Cala Santanyi kommt, würden wir empfehlen sich ein Zimmer mit Verpflegung zu buchen, so hat man den Stress mit dem Essenauffinden oder Essen kaufen nicht. Und ist letztlich auch nicht mehr an die teuren Geschäfte gebunden. Hier kosten bspw. ganz normale No-Name-Spaghetti 2, 95 EUR. Ein Kilo Tomaten 4, 35 EUR. Ein Wahnsinn. Was jedoch noch einigermaßen preiswert ist, ist das Wasser, was man hier auf alle Fälle kaufen sollte. 5 Liter für 2, 99 EUR.
Da die Appartements über keinen Wasserkocher besitzen, sollte man einen eventuell im Voraus schon einmal mitbringen.

Sehr viele Bilder zu dem Reisebericht findet hier unter diesem Link in der Gallerie:

http://www.deutsch-werden.de/cala-santanyi-suedosten-von-mallorca

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