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Unterschied zwisschen Sozialer- und Sozialistischer (Bundes)staat

Gespeichert von Gast (nicht überprüft) am Fr., 10. März 2017 - 11:52

Hallo Leute,

ich mache den Einbürgerungstest fast immer mit 0 bis 2 Fehlern,
aber was mir noch immer nicht 100%-ig klar ist:

Was ist denn genau der Unterschied zwischen ein Sozialer, und
ein Sozialistischer Bundesstaat ?

Vielen Dank schonmal im voraus !

Tschüß !

Evert

Staat, Bundesstaat, Bundesland usw.

Ein Staat ist ganz allgemein eine politische Einheit mit Regierung, Verfassung, Gesetzen, Verwaltung, Grenzen usw.

Bundesstaat ist ein anderes Wort für föderaler Staat. Das ist ein Staat, der aus dem Zusammenschluss mehrerer kleinerer Einheiten besteht.

Der deutsche Bundesstaat heißt Bundesrepublik, die kleineren Einheiten heißen Bundesländer.

Diese Begriffe sind aber nicht einheitlich. Zum Beispiel heißen bei den USA die kleineren Einheiten Bundesstaaten, und das Ganze heißt Vereinigte Staaaten. Oder bei Russland heißt das Ganze Föderation, und die kleineren Einheiten heißen Föderationskreise oder (noch kleiner) Föderationssubjekte.

Gespeichert von Gast (nicht überprüft) am Mo., 13. März 2017 - 15:11

Permalink

Sozial? Sozialistisch? ...

Sozial heißt eigentlich einfach nur gesellschaftlich. Im Zusammenhang mit politischen Kategorien (wie Staat, Staatsform, Partei usw.) ist aber der Aspekt von Gemeinnützigkeit und Barmherzigkeit gemeint.

Die soziale Funktion eines Staates ist die Sorge für seine Bürger. Dazu gehören z.B. Gesundheitssystem, Rentensystem, Unterstützung von Schwachen und Benachteiligten, und einiges mehr.

Staaten mit ausgeprägter sozialer Funktion nennt man manchmal auch Sozialstaat. Das ist aber eine einseitige Betrachtung, denn ein Staat hat zahlreiche unterschiedliche Funktionen. Viele dieser Funktionen haben keinen sozialen Charakter, manche widersprechen sogar dem sozialen Denken.

Die kapitalistische Staatsform in Deutschland wird öfters soziale Marktwirtschaft genannt. Das bedeutet, dass die Fabriken, Banken, Ackerflächen usw. einer Minderheit gehören und dass die gesamte Wirtschaft durch die Kräfte des Marktes gesteuert wird. Der Zusatz sozial soll darstellen, dass der Staat bis zu einem gewissen Grad für einen Ausgleich der dabei entstehenden Ungleichheiten sorgen und damit möglichst allen Menschen ein akzeptables Leben ermöglichen soll.

Sozialismus ist eigentlich eine recht vielfältige politische Ideologie. Ein sozialistischer Staat ist jedoch eine bestimmte Staatsform, wie es sie z.B. in der DDR und in der Sowjetunion gab. Im Gegensatz zum Kapitalismus sollten hier die Fabriken, Banken, Ackerflächen usw. nicht einzelnen gehören, sondern theoretisch allen (faktisch aber dem Staat). Statt durch den Markt sollte die Wirtschaft durch umfassende Pläne gesteuert werden, weshalb man auch von sozialistischer Planwirtschaft spricht.

Gespeichert von Gast (nicht überprüft) am Mo., 13. März 2017 - 16:01

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Staat, Bundesstaat, Bundesland usw.

Ein Staat ist ganz allgemein eine politische Einheit mit Regierung, Verfassung, Gesetzen, Verwaltung, Grenzen usw.

Bundesstaat ist ein anderes Wort für föderaler Staat. Das ist ein Staat, der aus dem Zusammenschluss mehrerer kleinerer Einheiten besteht.

Der deutsche Bundesstaat heißt Bundesrepublik, die kleineren Einheiten heißen Bundesländer.

Diese Begriffe sind aber nicht einheitlich. Zum Beispiel heißen bei den USA die kleineren Einheiten Bundesstaaten, und das Ganze heißt Vereinigte Staaaten. Oder bei Russland heißt das Ganze Föderation, und die kleineren Einheiten heißen Föderationskreise oder (noch kleiner) Föderationssubjekte.

Gespeichert von Gast (nicht überprüft) am Do., 23. März 2017 - 09:42

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Sozial? Sozialistisch? ...

Sozial heißt eigentlich einfach nur gesellschaftlich. Im Zusammenhang mit politischen Kategorien (wie Staat, Staatsform, Partei usw.) ist aber der Aspekt von Gemeinnützigkeit und Barmherzigkeit gemeint.

Die soziale Funktion eines Staates ist die Sorge für seine Bürger. Dazu gehören z.B. Gesundheitssystem, Rentensystem, Unterstützung von Schwachen und Benachteiligten, und einiges mehr.

Staaten mit ausgeprägter sozialer Funktion nennt man manchmal auch Sozialstaat. Das ist aber eine einseitige Betrachtung, denn ein Staat hat zahlreiche unterschiedliche Funktionen. Viele dieser Funktionen haben keinen sozialen Charakter, manche widersprechen sogar dem sozialen Denken.

Die kapitalistische Staatsform in Deutschland wird öfters soziale Marktwirtschaft genannt. Das bedeutet, dass die Fabriken, Banken, Ackerflächen usw. einer Minderheit gehören und dass die gesamte Wirtschaft durch die Kräfte des Marktes gesteuert wird. Der Zusatz sozial soll darstellen, dass der Staat bis zu einem gewissen Grad für einen Ausgleich der dabei entstehenden Ungleichheiten sorgen und damit möglichst allen Menschen ein akzeptables Leben ermöglichen soll.

Sozialismus ist eigentlich eine recht vielfältige politische Ideologie. Ein sozialistischer Staat ist jedoch eine bestimmte Staatsform, wie es sie z.B. in der DDR und in der Sowjetunion gab. Im Gegensatz zum Kapitalismus sollten hier die Fabriken, Banken, Ackerflächen usw. nicht einzelnen gehören, sondern theoretisch allen (faktisch aber dem Staat). Statt durch den Markt sollte die Wirtschaft durch umfassende Pläne gesteuert werden, weshalb man auch von sozialistischer Planwirtschaft spricht.

Gespeichert von Gast (nicht überprüft) am Do., 23. März 2017 - 09:45

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Staat, Bundesstaat, Bundesland usw.

Ein Staat ist ganz allgemein eine politische Einheit mit Regierung, Verfassung, Gesetzen, Verwaltung, Grenzen usw.

Bundesstaat ist ein anderes Wort für föderaler Staat. Das ist ein Staat, der aus dem Zusammenschluss mehrerer kleinerer Einheiten besteht.

Der deutsche Bundesstaat heißt Bundesrepublik, die kleineren Einheiten heißen Bundesländer.

Diese Begriffe sind aber nicht einheitlich. Zum Beispiel heißen bei den USA die kleineren Einheiten Bundesstaaten, und das Ganze heißt Vereinigte Staaaten. Oder bei Russland heißt das Ganze Föderation, und die kleineren Einheiten heißen Föderationskreise oder (noch kleiner) Föderationssubjekte.

Gespeichert von Gast (nicht überprüft) am Mi., 05. April 2017 - 11:08

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Sozial? Sozialistisch? ...

Sozial heißt eigentlich einfach nur gesellschaftlich. Im Zusammenhang mit politischen Kategorien (wie Staat, Staatsform, Partei usw.) ist aber der Aspekt von Gemeinnützigkeit und Barmherzigkeit gemeint.

Die soziale Funktion eines Staates ist die Sorge für seine Bürger. Dazu gehören z.B. Gesundheitssystem, Rentensystem, Unterstützung von Schwachen und Benachteiligten, und einiges mehr.

Staaten mit ausgeprägter sozialer Funktion nennt man manchmal auch Sozialstaat. Das ist aber eine einseitige Betrachtung, denn ein Staat hat zahlreiche unterschiedliche Funktionen. Viele dieser Funktionen haben keinen sozialen Charakter, manche widersprechen sogar dem sozialen Denken.

Die kapitalistische Staatsform in Deutschland wird öfters soziale Marktwirtschaft genannt. Marktwirtschaft bedeutet, dass die Fabriken, Banken, Ackerflächen usw. einer Minderheit gehören und dass die gesamte Wirtschaft durch die Kräfte des Marktes gesteuert wird. Der Zusatz sozial soll darstellen, dass der Staat bis zu einem gewissen Grad für einen Ausgleich der dabei entstehenden Ungleichheiten sorgen und damit möglichst allen Menschen ein akzeptables Leben ermöglichen soll.

Sozialismus ist eigentlich eine recht vielfältige politische Ideologie. Ein sozialistischer Staat ist jedoch eine bestimmte Staatsform, wie es sie z.B. in der DDR und in der Sowjetunion gab. Im Gegensatz zum Kapitalismus sollten hier die Fabriken, Banken, Ackerflächen usw. nicht einzelnen gehören, sondern theoretisch allen (faktisch aber dem Staat). Statt durch den Markt sollte die Wirtschaft durch umfassende Pläne gesteuert werden, weshalb man auch von sozialistischer Planwirtschaft spricht.

Gespeichert von Gast (nicht überprüft) am Mi., 05. April 2017 - 11:12

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