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Aixam Auto mit 45kmh ohne Führerschein in Deutschland

Gespeichert von Gast (nicht überprüft) am Mo., 28. Juli 2014 - 20:17

Heute habe ich eine merkwürdige Auto ohne Kennzeichen auf der Straße gesehen. Es sah wie Smart aus sogar etwas schöner und größer. Das Auto hatte auf einem ganz normalen Parkplatz geparkt. Hinten stand 45, vermutlich für max 45 km/h. Man hat mir gesagt dass man solche Autos ohne Führerschein fahren darf. Allerdings darf man nicht auf Autobahn fahren. Das ist komplett neu für mich. Eine Aufklärung bitte!?

Das Thema interessiert meine Familie auch und lande ich oft hier. Neulich habe ich auch ein Auto gesehen, was euch interessieren könnte. Es ist ein Fiat Panda 1000L, was anscheinend max 25 km/h fahren kann. Das Auto sieht alt aber sonst normal aus. Das Kennzeichen und Aufkleber mit 25 sehen aber ungewöhnlich aus. Ich weiss nicht ob es ein DE-Kennzeichen ist und ob Vorne auch ein Kennzeichen gab.

Fiat Panda 25kmh

  • Fahrzeuge ohne Motor
  • Pedelecs bis 25 km/h
  • Elektrotretroller
  • Krankenfahrstühle bis 15 km/h
  • Mobilitätshilfen
  • Landwirtschaftliche Maschinen bis 6 km/h

Ohne Fahrerlaubnis, aber mit Prüfbescheinigung:

  • Mofas bis 25 km/h
  • manche schnelleren Krankenfahrstühle

 

Das ist wahrscheinlich der interessante Punkt. Diese Dinger können auch wie kleine Autos aussehen. Und man muss nicht wirklich krank oder behindert sein, um damit zu fahren. Ein paar wichtige Einschränkungen gibt es trotzdem, zum Beispiel darf nur eine Person reinpassen. Und es sind teure Nischenprodukte.

 

Falsch

Führerscheinfreie leichtkraftfahrzeuge durfen nur 1 Sitzig sein, unter 300 Kilo wiegen, Bauartbedingte Höchtsgeschwindigleit 25 KmH  alles andere  sind sogenennte Krankenfahrstühle die vor 2001 zugelassen sind und Bestandschutz haben.

das einzige Fahrzeug mit Benzinmotor ist eine APE 50 die auf 25Km/h Gedrosselt ist. Es gibt diverse Kleinfahrzeug Hersteller mit Elektoantrieb

Für 45 km/h braucht man einen Mopedführerschein (Klasse AM) und muss (in den meisten Bundesländern) 16 Jahre alt sein.

Die abweichenden Regeln vergangener Jahrzehnte haben in manchen Fällen Bestandsschutz. Deshalb gibt es bestimmte Ausnahmen für ältere Menschen.

Ganz ohne Führerschein darf man mit Geräten fahren, die auf 10 bis 15 km/h begrenzt und als Krankenfahrstühle deklariert sind. Man muss dazu nicht krank sein. Mit einer speziellen Prüfung (ohne Fahrschule) kann man das auf 25 km/h erhöhen.

Solche "Krankenfahrstühle" können auch wie Autos aussehen. So etwas habe ich neulich z.B. bei Gamma-Fahrzeuge gesehen. Billig sind sie nicht.

 

Es stimmt nicht, dass 15 km/h "für die Straße zu langsam" ist. Die Straße ist nicht exklusiv für schnelle Motorfahrzeuge gedacht. Auch wenn deren Fahrer das oft so sehen wollen. Die Straße ist für (fast) alle Arten von Fortbewegung da. 

Anders ist das nur auf Autobahnen und Kraftfahrtstraßen, bei angezeigten Verboten, bei angezeigten Mindestgeschwindigkeiten, oder wenn es parallel zur Straße einen besonderen Weg für diese Verkehrsart gibt.

Zum Beispiel fahren Fahrräder im Durchschnitt ähnlich schnell. Trotzdem gehören sie auf die Straße, sofern es nicht einen benutzungspflichtigen Radweg (blaues Schild) in gleicher Richtung oder ein Fahrradverbot gibt (anders ist es bei Kindern bis 10 Jahre).

Wenn ich einen Handwagen ziehe, der auf dem Gehweg keinen Platz hat oder andere Fußgänger sehr behindern würde, gehe ich damit auf der Fahrbahn. Und wenn es gar keinen Gehweg gibt oder der ganze Gehweg voller Schneehaufen liegt, gehen die Fußgänger natürlich auf der Straße.

 

Auf der anderen Seite dürfen "Sonderfahrzeuge" wie Krankenfahrstühle (aber nicht Fahrräder) unter bestimmten Umständen auf dem Gehweg fahren, müssen sich dann aber an die Geschwindigkeit der Fußgänger anpassen.

 

Gast schrieb:

> ... Egal wie langsam ein Auto fährt, muss man erst Schilder und Regeln kennen. Ich denke Leute die solche Autos fahren sollten auch erst B-Klasse FS haben. 

Die Verkehrsregeln werden in der Klasse AM (und der früheren Klasse S) genauso gründlich unterrichtet und geprüft wie in der Klasse B. Auch Sehtest und Erste-Hilfe-Kurs sind vorgeschrieben. Der größte Unterschied ist, dass man bereits mit 16 Jahren solche "Mopedautos"  fahren kann.

Ohne Führerschein darf man so ein 45-km/h-Auto nur in Ausnahmefällen, die mit früheren Regeln zu tun haben, fahren. Man sollte damit vorsichtig sein. Das Fahren ohne passende Fahrerlaubnis ist eine Straftat und erscheint ggf. im Führungszeugnis.

 

Was passiert wenn man ständig Gas gibt? Fährt das Auto trotzdem nicht schneller als 45 km/h? Gibt es eine Art Geschwindigkeitsregulierer in Axiam? Ich würde gerne wissen wie das Auto fährt. Wie ist es mit Getriebe, ist es Automatik oder Manuell? Was ist mit Verbrauch? Es ist etwas sehr neues für mich aber macht viel Sinn. Die Strecke, die ich täglich fahren muss, erlaubt sowieso nicht mehr als 50 km/h.

Suche mal nach "Aixam entdrosseln", da erfährst du was du wissen willst. Mit einer solchen Manipulation wäre das Auto dann nicht mehr zugelassen und nicht pflichtversichert, und der Führerschein AM wäre nicht ausreichend.

Das Getriebe ist automatisch und anscheinend stufenlos (Riementrieb mit Kegelscheiben). Die Übersetzung wird mit Distanzscheiben extra eingeschränkt. Zusätzlich ist an der Dieselpumpe ein Anschlag eingebaut, um die Leistung zu begrenzen. Anscheinend wird dieser Antriebsstrang also auch für schnellere Fahrzeugen gebaut.

 

Bis 45 km/h braucht man den Führerschein A/M ab 16 Jahre und eine Mopedversicherung, kein TÜV.

Das Fahrzeug hat eine Automatik man kann es mit Diesel, Benzin und e-Motoren fahren, da es nur wenige Fahrzeuge

gibt, ist der Wiederverkaufswert hoch. Außer man bezieht ES aus  Polen, Holland, Dänemark oder Schweden, Norwegen

Italien usw. am besten wendet man sich an einen Händler der auch Garantien übernimmt. Es ist meistens ein 2 Sitzer

es gibt aber auch 4 Sitzer bis 80 km/h dazu braucht man einen normalen Führerschein Klasse 3 mit TÜV .

Ich hoffe alles richtig geschrieben zu haben.  wowire  11.06.2018

In der letzten 10 Jahren produziert Aixam den MEGA E-City Elektro (mit 2-4 Sitzplätze). Die Fahrzeuge kosten je nach Akku ca. 22.000 EUR bis 30.000 EUR. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt ca. 65 Kilometer pro Stunde. Die Reichweite beträgt ca. 70 Kilometer. Seit 2011 gibt es Fahrzeuge mit Lithium-Akku. Deren Reichweite beträgt 100km.

Aixam Roadline/Crossline Fahrzeuge haben Automatik Getriebe, die Leistung von 4 kW (5 PS). Der Hubraum ist 400 cm³ groß. Der Verbrauch liegt bei 3 Liter(Diesel) pro 100km (innerorts / außerorts wie Landstraßen). Autobahnfahrt ist damit nicht erlaubt. 

Aixam ist keine deutsche Marke sondern eine französische Marke mit japanischen Dieselmotoren. Sitz der Firma ist in Aix-les-Bains, Département Savoie, Frankreich.

 

Simson Duo. Benzinmotor mit 3,6 PS. Höchstgeschwindigkeit: 55 km/h (laut Datenblatt), etwa 60 km/h (laut Berichten). Gebaut von 1972 bis 1989.

Wegen der Sonderregelung im Einigungsvertrag reicht heute der Führerschein AM.

 

Bildnachweis: Autor Norbert Kaiser, Lizenz CC BY-SA 2.5, Quelle Wikipedia, unveränderte Wiedergabe.

Ein Aixam Mini-Transporter habe ich auf der Straße gesehen. Vorne habe ich kein Kennzeichen gesehen,hinten gab es ein grünes Fahrzeugkennzeichen, was ungewöhnlich klein war. Die Stelle liegt bei einer Autobahnanbindung. Das Fahrzeug ist klein, die Räder sind dünner als Smart. Hinten stand 45 in einem Kreis. Aber die durchschnittliche Fahrgeschwindigkeit lag bei 60 km/h denke ich. 

Ich habe einen Wagen gesehen. Drauf stand 25 kmh und als Kennzeichen Vorne "B-25KMH". Hinten gab es aber ein anderes Kennzeichen. Warum gibt es zwei unterschiedliche Kennzeichen Vorne und Hinten? Ist das (b-25kmh) ein Wunschkennzeichen? D steht für Diesel vermutlich. Sonst sah alles normal aus. Das Auto hat da geparkt, wo alle andere Autos auch geparkt haben.

Hinten ist ein "Versicherungskennzeichen" wie beim Mofa. Offenbar findet der Besitzer das ausreichend.

Das vordere Kennzeichen hat sich der Besitzer anscheinend selber ausgedacht. Ob das in dieser Form legal ist, weiß ich nicht, denn es wird (auf den ersten Blick) ein amtliches Kennzeichen vorgetäuscht.

Das D im weißen Oval heißt "Deutschland".

 

Anscheinend können Menschen, die Führerschein verloren haben, solche Autos fahren. Das ist sehr merkwürdig und auch gefährlich. zB wenn jemand sich nicht an Verkehrsregeln hält, Unfälle verursacht, sollte auch solche Autos nicht fahren dürfen. Das ist aber nicht der Fall. Auch mit 45kmh kann man tödliche Unfälle verursachen. 

> ... Anscheinend können Menschen, die Führerschein verloren haben, solche Autos fahren. ...

Nein, können sie nicht. Denn für ein solches  "Mopedauto" (bis 45 km/h) ist (mindestens) ein Führerschein der Klasse AM (oder der früheren Klassen M oder S) nötig.

Ein "Fahrverbot" wird häufig "für jede Art von Kraftfahrzeugen" ausgesprochen. Es sind dann sogar führerscheinfreie Kraftfahrzeuge (z.B. Elektro-Tretroller) verboten, und die hier besprochenen "Mopedautos" erst recht. Anders wäre es z.B. bei einem speziellen Fahrverbot "für Klasse B und höher".

Übrigens gibt es in Ausnahmefällen sogar ein "Fahrverbot für alle Fahrzeuge", d.h. einschließlich Fahrrädern.

Beim "Entzug des Führerscheins" darf man im Prinzip noch alles fahren, wofür kein Führerschein gebraucht wird. Für ein Mofa müsste man sich dann allerdings eine "Prüfbescheinigung" besorgen, und für ein Moped oder ein "Mopedauto" reicht es nicht.

Fahren ohne die passende Fahrerlaubnis kann im schweren Fall (z.B. mehrfache Wiederholung, Unfall, weitere Verstöße) sogar zu Gefängnisstrafen führen.

 

Ein Fahrverbot für Autos führt nicht zum Verbot Führerscheinfreier Fahrzeuge.
Da gab es einen Fall eines Mannes der Verlor seinen Führerschein wegen betrunken Fahren mit Fahrrad, und man wollte ihm auch das fahren mit dem Fahrrad verbieten.
Das geht nicht, weil der Gleichbehandlungsgrundgesetz verletzt wurde.
Wenn jemand mit dem Auto betrunken fährt, darf der danach ohne Führerschein noch Fahrrad fahren.
Deshalb darf jemand der betrunken Fahrrad fuhr, auch nicht das Fahrrad fahren verbieten.


Und wenn diese (Leih-)Elektroroller Führerscheinfrei sind, darf man die auch mit Fahrverbot fahren.

Und beim Mofa ist es so, wenn man noch eine Prüfbescheinigung hat, kann man mit der Mofa fahren, obwohl man den Führerschein verloren hat.

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