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Warum ist es unhöflich Fräulein oder Mademoiselle zu sagen?

Gespeichert von Gast (nicht überprüft) am Sa, 07. September 2013 - 23:09

Hallo liebe deutsche Leute,

warum ist es unhöflich eine junge Frau mit Fräulein oder Mademoiselle anzusprechen?

Ich weiß nicht von, wo du das hast, dass man junge Frauen nicht mit Fräulein oder Mademoiselle ansprechen darf, um ehrlich zu sein glaub ich nicht mal, dass das der Wahrheit entspricht, aber ich kann es mir nur so erklären, dass junge Frauen es als unhöflich ansehen, weil man diese Begriffe eher bei älteren Damen benutzt.
Ich glaube sie fühlen sich dadurch dann angegriffen, da sie Frauen nicht gerne als alt bezeichnet werden möchten

Seit über 20 Jahren verwendet man "Fräulein" nicht mehr, es ist veraltert.
Die Sprache entwickelt sich ständig und das Substantiv "Fräulein" ist eben nichr mehr zeitgemäß; es erinnert an die Zeit vor der Emanzipation, als die Frauen nicht so viele Rechte hatten, am liebsten zu Hause hinter dem Herd bleiben mußten, sich nicht vom Ehemann scheiden lassen konnten, usw.
Also kurz gesagt hat heutzutage "Fräulein" eine etwas negative Bedeutung auf Deutsch.

Lass mich raten Lea, du bist auch so eine superemanze!

Fräulein sagt man heute wirklich kaum mehr, Fräulein war eine unverheiratete Frau... wenn man sagte Frau xyz dann kam auch mal die Antwort" fräulein xyz" damit konnte die frau angeben, dass sie unverheiratet ist... heute sagt man aber vermehrt Fräulein zu jungen mädchen im kindesalter, oft auch scherzhaft böse...

"Fräulein lass das sein" so ungefähr...

Auch lehrerinnen in Grundschulklassen werden noch öfter Fräulein genannt, als eine art verniedlichung... meist ohne nachnamen...

Grundsätzlich ist es veraltet und wir nutzen es halt nichtmehr, es ist nichtmehr angebracht mitzuteilen wie der familienstand ist, das haben halt wirklich emanzen durchgebracht, da unverheiratete frauen besonders mit kindern wenig ansehen hatten... heutzutage wäre es kein problem, da es nichtmehr wichtig ist ob man alleinerziehend ist, oder unverheiratetes paar etc...

Das wäre die richtige erklärung... und wenn sich eine frau gestört fühlt wenn man sie mit fräulein anspricht, dann ist es einfach unwissenheit, da es nichts schlimmes ist sondern nurnoch eine verniedlichung, aber Mademoiselle ist doch wirklich toll, klingt gut und sollte gut ankommen... ich spreche jede frau mit "junge frau" an, egal welches alter, geht immer, kam immer gut an!

Gespeichert von Azze (nicht überprüft) am/um Mo, 25. November 2013 - 20:12

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Azze, Du hörst Dich anscheinend gerne reden? Warum greifst Du eine Userin an, die eine Frage korrekt beantwortet?
Du hast eine große Fresse, aber nichts dahinter, denn Fräulein ist nicht einfach "aus der Mode gekommen", sondern es wurde offiziell abgeschafft. Denn es ist rechtlich nicht haltbar, dass bei Frauen eine Einteilung in verheiratete und unverheiratete vorgenommen wird, bei Männern aber nicht. Auf diesen Aspekt bist Du gar nicht eingegangen. Das lässt sich einfach recherchieren:
http://de.wikipedia.org/wiki/Fr%C3%A4ulein#Etablierung_des_Begriffs_.E2.80.9EFrau.E2.80.9C_und_Abdr.C3.A4ngung_des_Begriffs_.E2.80.9EFr.C3.A4ulein.E2.80.9C_in_.E2.80.9ESprachreservate.E2.80.9C

Deine Behauptung, dass der Familienstand nicht mehr wichtig ist, ist ebenfalls fragwürdig. Eine Alleinstehende mit Kindern ist stärker von Armut betroffen und hat es somit wahrscheinlich auch schwerer eine Wohnung zu finden etc.

Dass es Unwissenheit sein soll, wenn Frauen sich gestört fühlen, ist eine Unterstellung - Nur weil es Dich nicht stört und Du Argumente nicht kennst oder gelten lassen willst, gilt das nicht für andere. Einen Grund habe ich Dir bereits genannt - es widerspricht dem Recht auf Gleichheit (es gibt kein "Herrlein" oder "Männlein" als Anrede für ledige Männer und es steht Dir nicht zu andere "scherzhaft" zu verniedlichen, schon gar keine Fremden).

Gerade Menschen, die Tipps zur Integration suchen, solltest Du nicht Deinen Blödsinn erzählen, der sie dann ins Fettnäpfchen treten lässt. Es ist unangebracht, z.B. Vorgesetzte oder Angestellte in öffentlichen Ämtern mit "junge Frau" anzusprechen, also lass solche Tipps in Zukunft stecken.

Gespeichert von Gast (nicht überprüft) am/um Sa, 21. Juni 2014 - 12:58

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wie man an meiner Vorrednerin gut erkennen kann,
ist die Anrede "Fräulein", was nur unverheiratete Frau heist,
ein guter Test für militanten Feminismus.
Egal ob das nun etwas veraltet sein mag.
Wer darauf aggressiv reagiert : Hände weg lassen

Gespeichert von Aristoteles (nicht überprüft) am/um Do, 10. Juli 2014 - 14:26

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Ich sehe nur eine Vertuschen von Gesellschaften misstimmungen: man vertuscht die Wertschätzung einer Person .. Vertuschen von sexitoschen, kriminelles und nicht wertschätzendes verhalten.. Wird damit sarkastisch übertüntscht .. Ich wollte doch höflich sein... Hua! Lucas Cordslis! Süss! Jens Büchner .. Die Stellen es immer so da als wäre dein Konzept nicht ok.. Wenn man selbst kein Konzep hat! Dieser
Dieser warb auswandere zu helfen.. Steht man dann vor ihm nur seine exfreundinnen und Stars..nein dann behauptet er er lebe von harzt 4 und vox ist alles schuld! Jo! Ich hoffe, ihr versteht was ich meine.. Viele Kunden bemängelten mangelnde Präsenz,Qualität, Prise und fehlendes sortiment..Frau katzenberger lies durchblicken sie habe keine Zeit und müsse noch zum WDR..wenn sie keine Zeit hat.. Warum dann autogrammstunde?!

Gespeichert von Mademoiselle (nicht überprüft) am/um So, 03. Juli 2016 - 19:23

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Hallo. Azze hat vollkommen recht hat und beleidigt hat er niemanden, eher wurde er einmal beleidigt und danach doof angemacht. Er hat doch gesagt das es abgeschafft wurde. Natürlich wurde es rechtlich abgeschafft, aber nur in den briefanreden etc, denn wer will benutzt es weiter. Wer es sagen will sagt es da gibt es keine handhabe und wenn ich eine Frau mit Fräulein anschreibe, was ich nicht tue, kann keiner was dagegen tun. Azze du hast es,perfekt erklärt. Heute noch sagt man wenn junge Mädchen frech werden dieses word und daran ist nichts auszusetzen. Und in Frankreich ist es glaub ich immer noch so mit dem anreden von Frauen.

Gespeichert von Jimbob (nicht überprüft) am/um So, 11. Dezember 2016 - 11:01

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Der Begriff wurde definitiv NICHT "offiziell abgeschafft".

Ich verweise an dieser Stelle mal auf denselben Link der Dame, die anderen vorhält eine grosse Fresse zu haben:

http://de.wikipedia.org/wiki/Fr%C3%A4ulein#Etablierung_des_Begriffs_.E2.80.9EFrau.E2.80.9C_und_Abdr.C3.A4ngung_des

Dort dasteht lediglich das es mittlerweile üblich sei, erwachsene Frauen mit "Frau" anzusprechen.

Da ich glücklicherweise nun nicht mit der Todesstrafe bei Verwendung des Wortes "Fräulein" zu rechnen habe,
verwende ich es weiterhin! :-D

Gespeichert von DerKokopelli (nicht überprüft) am/um Fr, 17. November 2017 - 16:10

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Bundesinnenministerium, 1972

https://de.wikipedia.org/wiki/Fr%C3%A4ulein.

Eben jener oben genannter Absatz

Ich würde das Wort nur als Beleidigung verwenden - also nie.

In Frankreich ist es weiterhin üblich.

Gespeichert von Frank (nicht überprüft) am/um Do, 27. Dezember 2018 - 16:52

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Der Hintergrund ist eine veränderte Verwendung des Wortes "Frau", die wiederum durch veränderte gesellschaftliche Umstände bewirkt wurde.

Im alten Sprachgebrauch hatte "Frau Meier" diese Bedeutung: "Ehefrau von Herrn Meier". Und "Frau Dr. Schmidt" bedeutete "Ehefrau von Herrn Dr. Schmidt". Es kam sogar vor, dass die Ehefrau eines Generaldirektors mit "Frau Generaldirektor" angeredet wurde.

Im neuen Sprachgebrauch wird "Frau" als Anrede bei Frauen genauso benutzt wie "Herr" bei Männern. "Frau Schulze" ist eine erwachsene Frau mit dem Nachnamen Schulze. Unabhängig davon, ob das ihr Geburtsname ist und ob sie verheiratet ist. Und "Frau Dr. Müller" hat selbst den Doktortitel erworben.

Das Wort "Fräulein" wurde im alten Sprachgebrauch benötigt, um erwachsene unverheiratete Frauen mit ihrem Geburtsnamen ("Mädchennamen") anzureden. Im neuen Sprachgebrauch geht das aber mit der Anrede "Frau".

Wenn ich trotzdem "Fräulein" sage, dann finde ich es offenbar besonders erwähnenswert, dass dieser Frau ein Ehemann fehlt. Deshalb wird diese Anrede in einigen Situationen als diskriminierend empfunden.

 

Gespeichert von Gast (nicht überprüft) am/um Fr, 28. Dezember 2018 - 11:58

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Ledige Mütter, geschiedene Frauen und Witwen werden traditionell nicht als "Fräulein" angeredet. Auch dann nicht, wenn sie besonders jung sind.

a) Warum?

Anscheinend enthält das Wort "Fräulein" eine versteckte Mutmaßung über die Jungfräulichkeit dieser Frau. Wenn sie offensichtlich schon Geschlechtsverkehr gehabt haben muss, kann sie kein "Fräulein" mehr sein. Diese Denkweise passt natürlich überhaupt nicht zu den gegenwärtigen gesellschaftlichen Normen und berührt außerdem das Innerste der Privatsphäre.

b) Wie redet man sie an?

In der zeitgemäßen Rede sagt man "Frau", und alles ist in Ordnung. In der Vergangenheit konnten Witwen mitunter tatsächlich mit "Witwe" angeredet werden. "Witwe Bolte" war also die Witwe von Herrn Bolte. Ledige Mütter und geschiedene Frauen wurden (vor der gesellschaftlichen Liberalisierung) verächtlich behandelt, so dass für sie keine höfliche Anrede benötigt wurde.

 

Bis zu welchem Alter "darf" man Fräulein sagen?

Gute Frage. ;-) In der veralteten Denkweise konnte man eine ledige kinderlose Frau auch im hohen Alter noch als Fräulein bezeichnen. Das war allerdings eine deutliche Diskriminierung. Denn es steckte der Vorwurf darin, dass sie ihre "Rolle als Frau" nicht erfüllt hatte.

Mit der gesellschaftlichen Weiterentwicklung wurde diese Denkweise zunehmend inakzeptabel. Damit verschob sich die Bedeutung von Fräulein langsam in die Richtung "junge Frau". Ein solcher Bezug auf ein jugendliches Alter ist in in vielen Fällen nicht unhöflich, aber es kommt stets auf den Kontext an. Zum Beispiel kann es unhöflich gegen ebenfalls anwesende ältere Frauen sein.

Eine feste Altersgrenze gibt es nicht, und in der Praxis kann sie sehr stark variieren. In förmlichen, "offiziellen" Situationen sollte man immer Frau sagen.

 

Gespeichert von Gast (nicht überprüft) am/um Fr, 28. Dezember 2018 - 20:17

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Kleiner Ausschnitt aus dem Wikipedia-Artikel zu "Fräulein"

[...] Systematisiert wurde die Kritik am traditionellen Sprachgebrauch in den „Richtlinien zur Vermeidung sexistischen Sprachgebrauchs“, die vier Linguistinnen 1981 veröffentlichten. Sie empfehlen den vollständigen Verzicht auf den Gebrauch des Wortes „Fräulein“; wer dieser Empfehlung nicht folge, müsse als „Sexist“ gelten. Die „Deutsche UNESCO-Kommission“ schloss sich 1993 dieser Sichtweise an: „Das Prinzip der sprachlichen Symmetrie besagt, dass dort, wo von Frauen und Männern die Rede ist, beide gleich zu behandeln sind.“[8] Immer dann, wenn bei einer männlichen Person der Begriff „Herr“ als Anrede oder Bezeichnung angemessen sei, gebe es keinen Grund, einer gleichaltrigen weiblichen Person in derselben Situation die Anrede oder Bezeichnung „Frau“ zu verwehren. [...]

https://de.wikipedia.org/wiki/Fr%C3%A4ulein

Gespeichert von Eine Frau (nicht überprüft) am/um Di, 13. August 2019 - 09:35

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